Das war der Boys'Day in den Hauptstadtpflege Häusern

Eindrücke vom Boys´Day im Hauptstadtpflege Haus Wilmersdorf

Zu Besuch in Haus Wilmersdorf in der Berkaer Straße waren vier Schüler zwischen 11 und 13 Jahren. Nach einer kurzen Einführung durch Einrichtungsmanagerin Doreen Kumpe und Pflegdienstleiterin Ellen Luck über die Berufe, Tätigkeiten und Herausforderungen, in der Pflege, ging es für jeden der Jungs in einen der Wohnbereiche. Dort konnten die Schüler in verschiedene Vormittagsangebote hineinschnuppern, wie etwa den Sitztanz, der zur Bewegungs-Aktivierung für die Senioren dient, eine Kochgruppe, aber auch Maßnahmen in der Intensivpflege.

Christopher (13) verbrachte seine Zeit mit Pflegehelfer Hasan Cankir. Er zeigte dem Schüler unter anderem,  wie das Personal die Mittagszeit gestaltet: Dazu gehören nicht nur täglich wechselnde Menüs, sondern auch das Einstellen auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner. „Ganz schön anstrengend“, zeigte sich Christopher beindruckt.

Dass sich die Betreuung für andere Bewohner noch intensiver gestaltet, erlebten der elfjährige John und der 13-jährige Max – ebenfalls in Begleitung erfahrener Pflegekräfte. Während John bei den Vorbereitungen für die Mittagspause einer Demenz-Gruppe mithalf, begleitete Max die Pflegekräfte im Wachkoma-Bereich. „Ich hatte mich schon im Vorfeld informiert, was auf mich zukommt“, sagte Max. „Doch ich finde es wichtig, zu helfen und könnte mir auch nach diesen besonderen Eindrücken gut vorstellen, im Pflegebereich zu arbeiten.“

Wie lebhaft es im Haus Wilmersdorf trotz gesundheitlicher Einschränkungen der Bewohner zugeht, erlebte der elfjährige Ben, den die Einrichtung mit den in warmen Farbtönen gehaltenen Wänden, den gemütlichen Sesseln, den vielen Bildern an den Wänden und dem hauseigenen großen Garten mit Teich „ein bisschen an eine große Luxuswohnung“ erinnerte.  Er begleitete eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern in der Kochgruppe beim Zubereiten von Spargel. „Unsere Bewohner freuen sich immer, wenn sie hier junge Gesichter sehen“, sagt Angelika  Golombek, Pflegefachkraft in sozialer Betreuung. „Glücklicherweise sei das nicht nur beim Boys'Day der Fall. Wir haben auch Schülerpraktikantinnen und -praktikanten, die hier jede Woche vorbeischauen. Aber überwiegend sind das eben doch mehr Mädchen“, so Angelika Golombek.

„Wir hoffen, wir konnten den Schülern einen spannenden Einblick in den Arbeitsalltag unseres Hauses geben“, sagt Einrichtungsmanagerin Doreen Kumpe, die sich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Boys'Day im Haus Wilmersdorf zeigte. „Die Arbeit bei uns erfordert viel soziales Engagement, aber auch medizinisches Fachwissen – vor allem aber Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl“, betont Kumpe. „Denn wir arbeiten jeden Tag für Menschen, die in unseren Einrichtungen ihr Zuhause haben.“

Glücklich mit der Veranstaltung ist auch Marketing-Referentin Judith Sefzik: „Wir hatten viele positive Rückmeldungen aus unseren Häusern, vor allem über die Neugier und Hilfsbereitschaft der Jungs“, so Sefzik. Dass wir auch beim nächsten Boys'Day wieder dabei sind steht da außer Frage.